Ärzte Zeitung online, 27.12.2016
 

Sozialpädiatrische Betreuung

Zuschlag künftig dreimal abrechenbar

KBV und GKV-Spitzenverband erhöhen die Vergütung, da das Volumen bisher nicht abgeschöpft wird.

BERLIN. Die sozialpädiatrische Betreuung von Kindern und Jugendlichen durch entsprechend qualifizierte Kinder- und Jugendärzte wird ab Januar 2017 besser vergütet. Statt wie bisher zweimal kann der 2015 eingeführte Zuschlag für die Beratung zu weiterführenden Maßnahmen dann dreimal im Krankheitsfall abgerechnet werden. Die Abrechnung der Leistung bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kassenärztliche Vereinigung.

Hintergrund der Anpassung ist laut KBV, dass das Vergütungsvolumen von etwa 14 Millionen Euro pro Jahr bislang nicht ausgeschöpft wird. KBV und GKV-Spitzenverband hätten deshalb vereinbart, die Abrechnungsmöglichkeit der Gebührenordnungsposition (GOP) 04356 auszuweiten, sodass diese Leistung nun "höchstens dreimal im Krankheitsfall", also dreimal innerhalb von vier Quartalen, abgerechnet werden kann.

Damit solle der erhöhte Aufwand bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beispielsweise mit motorischen, kognitiven oder emotionalen Auffälligkeiten, Erkrankungen oder einer Behinderung besser berücksichtigt werden. Der Zuschlag ist mit 195 Punkten bewertet (20,53 Euro). Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und ohne Mengenbegrenzung zum vereinbarten Preis. (maw)

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