Ärzte Zeitung online, 06.02.2017
 

Saarland

Honorarärzte rücken in den Fokus der Steuerfahndung

SAARBRÜCKEN. Mangelnde Steuerehrlichkeit bei Nebeneinkünften aus klinischen Honorartätigkeiten kommt jetzt einigen Ärzten im Saarland teuer zu stehen. Wie Finanzminister Stephan Toscani mitteilte, wurden bereits 24 Strafverfahren eingeleitet.

Seit einem Jahr werden die Krankenhäuser und Reha-Kliniken aufgefordert, alle nicht der Lohnsteuer unterworfenen Zahlungen an Honorarärzte, nebenberuflich tätige Mediziner sowie neben- und freiberuflich arbeitendes Heil- und Pflegepersonal mitzuteilen.

Die Angaben der 44 Kliniken werden Zug um Zug mit den Steuererklärungen der Betroffenen abgeglichen. Die bisherigen Überprüfungen betreffen die Jahre 2009 bis 2014 und sind noch nicht abgeschlossen.

Nach Angaben von Toscani wurde bislang bei 15 Ärzten die Steuer neu festgesetzt. Dem Staat habe die Aktion bereits Mehreinnahmen von fast 590.000 Euro eingebracht.

Die Gesamthöhe der Nachforderungen sei aber noch nicht abzusehen. Unter den 24 Strafverfahren ragt laut Ministerium ein Fall besonders heraus. (kud)

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