Ärzte Zeitung online, 26.06.2017
 

Niedersachsen

Entspannung im Streit um Chronikerziffer

HANNOVER. Aufschub im Streit um die Abrechnung der Chronikerziffern in Niedersachsen: "Die Prüfverfahren der DAK aufgrund der Chroniker-Regelung für die Quartale 1 bis 3/2013 werden ausgesetzt."

Das teilte der Hausärzteverband Niedersachsen jetzt per Faxbrief seinen Mitgliedern mit. Konkret bedeute dies, dass derzeit keine Rückforderungsbescheide zu erwarten seien und der angekündigte Anhörungstermin 30. Juni hinfällig sei, heißt es.

Angaben, ob es einen Folgetermin geben wird, wurden nicht gemacht. "Wir sind hoffnungsvoll, dass letztlich keine Regresse ausgesprochen werden", erklärte Dr. Matthias Berndt, Vorsitzender der Landessektion des Hausärzteverbandes, der "Ärzte Zeitung". Man sei mit der DAK "in sehr guten Gesprächen".

Am Dienstag werde ein entsprechendes Gespräch mit der AOK stattfinden, kündigte Berndt am Freitag an. Die KVN werde bezüglich der AOK den Termin zur Anhörung auf den 30. September verlängern. Aktuell bestehe indessen auch hierzu kein Handlungsbedarf.

Legende "muss geändert werden"

Im Übrigen sei mit der KV Niedersachsen vereinbart worden, "dass die Leistungslegende zur Chronikerziffer im EBM dringend geändert werden muss und dass wir uns dafür gemeinsam auf Bundes- und Landesebene einsetzen werden", teilt der Hausärzteverband Niedersachsen mit.

"Die Verärgerung unserer Mitglieder im Vorfeld dieser Zusammenkunft war verständlicherweise sehr groß. Das haben wir in zahlreichen persönlichen Gesprächen, Telefonaten und schriftlichen Mitteilungen immer wieder erfahren müssen", resümiert Berndt. "Ohne diese große Verärgerung durch die Anhörungsverfahren wäre eine solche Einigung nicht möglich gewesen." (cben)

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