Ärzte Zeitung online, 03.07.2017
 

Abrechnung

Herzscreening bei Neugeborenen jetzt im EBM

BERLIN.Die Vergütung für das Screening auf kritische angeborene Herzfehler bei Neugeborenen mittels Pulsoxymetrie hat den Weg in den EBM gefunden. Wie die KBV berichtet, stehen dafür mit dem Start des dritten Quartals zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) zur Verfügung, die beide bis zur U2 berechnet werden könnten – sofern noch kein Pulsoxymetrie-Screening im Untersuchungsheft für Kinder dokumentiert ist. Für das Screening mittels Pulsoxymetrie gibt es die GOP 01703 (16,53 Euro). Mit ihr sind die eingehende Aufklärung der Eltern, die Untersuchung sowie eine Wiederholung der Untersuchung innerhalb von zwei Stunden nach einem kontrollbedürftigen Messergebnis abgegolten. Erfolgt nach der Aufklärung der Eltern über das Screening keine Pulsoxymetrie, können Ärzte für das Gespräch die GOP 01702 (2,95 Euro) abrechnen. Die Ergebnisse des Screenings werden laut KBV im Gelben Heft – zunächst mittels Einlageblatt – dokumentiert.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hatte bereits Ende 2016 die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen um das Pulsoxymetrie-Screening erweitert. Mit seinem Beschluss hat der Bewertungsausschuss nun die entsprechenden Abrechnungspositionen nachgeliefert. Die GOP laufen unter dem EBM-Abschnitt 1.7.1 und werden extrabudgetär vergütet.(reh)

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