Ärzte Zeitung online, 28.07.2017
 

Mehr Geld für Ärzte?

Eckpunkte für Honorarverhandlung 2018 stehen

Die Honorarverhandlungen für das kommende Jahr stehen kurz bevor. Nun soll die Berechnung der Veränderungsraten beginnen.

BERLIN. Die Honorarverhandlungen für das Jahr 2018 sollen Ende August starten – die Vorbereitungen dafür laufen momentan auf Hochtouren: Jetzt haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband auf Eckpunkte für das Verfahren zur Berechnung der Anpassungen des Behandlungsbedarfs geeinigt

 Damit wurde eine erste Hürde genommen, wie die KBV am mitteilte.

Zwei entscheidende Faktoren

Die Verhandlungspartner einigten sich der KBV zufolge nach "kontroversen Diskussionen" in einem Eckpunktebeschluss auf zwei Faktoren, die den Geldzufluss von den Krankenkassen in die ambulante Versorgung im kommenden Jahr prägen werden.

Einmal geht es um die außergewöhnliche Zunahme von Krankheiten in Bremen und im Saarland, die in den Jahren 2014 und 2015 beobachtet wurde. Diesbezüglich habe die KBV erreichen können, dass diese Prävalenzveränderungen nicht zu einer willkürlichen Absenkung der diagnosebezogenen Veränderungsraten führen, heißt es.

Zum anderen sei in den Verhandlungen ein Kompromiss erreicht worden, der der immer besser gewordenen Datenqualität Rechnung trägt, die sich auf die Berechnungsergebnisse der Veränderungsraten auswirke.

Einigung zur Effektsenkung

Beide Seiten einigten sich auf einen Korrekturfaktor, der diesen Effekt kompensiert. Demnach dürfen die diagnosebezogenen Raten um höchstens 0,18 Prozentpunkte gekürzt werden.

Nach den jüngst erzielten Einigungen können das Institut des Bewertungsausschusses die Berechnung der diagnose- und demografiebezogenen Veränderungsraten nun vorbereiten, sodass der Bewertungsausschuss diese noch rechtzeitig beschließen könne.

Sie müssen bei den anschließenden Honorarverhandlungen auf Landesebene zu berücksichtigt werden, wenn es um die Höhe der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung geht. (mh)

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