Ärzte Zeitung online, 19.10.2017
 

Honorarumsatz

2015 war für Hausärzte nicht das schlechteste Jahr

Hausärzte konnten beim vertragsärztlichen Honorarumsatz 2015 doppelt so stark zulegen wie Fachärzte. Das zeigt der jüngste KBV-Honorarbericht.

BERLIN. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung am Donnerstag mitteilte, sind die Honorarumsätze der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten aus GKV-Versorgung im Berichtsjahr 2015 leicht gestiegen. Über sämtliche Fachrichtungen hinweg nahm demnach das Honorar um 1,2 Prozent auf durchschnittlich 211.892 Euro je Arzt zu.

Hausärzte konnten mit durchschnittlich 1,5 Prozent Plus deutlich besser abschneiden als ihre fachärztlichen Kollegen, die mit +0,8 Prozent nur halb so viel Zuwachs verbuchten. In absoluten Zahlen erreichte der durchschnittliche Honorarumsatz aus vertragsärztlicher Tätigkeit als Hausarzt im Berichtsjahr 212.801 Euro. Bei den Fachärzten beträgt das Kassenhonorar im Bundesschnitt 202.876 Euro pro Kopf .

Die fachärztliche Honorarentwicklung ist besonders volatil – je nach Richtung und Region: So variiert die Veränderung zum Vorjahr von +2,8 Prozent in Thüringen bis -1,5 Prozent in Bayern. Die größten Zuwächse nach Fachrichtung hätten Humangenetiker zu verzeichnen (+10,5 Prozent), heißt es. Schlusslichter sind Internisten mit Schwerpunkt Angiologie (-4,4 Prozent) und mit dem Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie (-3,6 Prozent).

Das Honorarplus 2015 sei zwar erfreulich, kommentiert KBV-Chef Dr. Andreas Gassen die neuesten Zahlen. Dennoch würde im EBM-System "jede zehnte Leistung der 165.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten nach wie vor nicht vergütet". (cw)

[23.10.2017, 07:45:52]
Dr. Johannes Hupfer 
Umsatz?
Was bringt ein hoher Umsatz, wenn die Betriebskosten hoch sind ?
Ein Barfussindianer benötigt weniger fürs tägliche Leben als ein Hochseefischer.
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