Ärzte Zeitung online, 20.12.2017

Abrechnung

Alle Gebührenordnungen auf einen Klick

Für Abrechnungspositionen dicke Bücher wälzen, oder lieber alles jederzeit per Mausklick online im Zugriff haben? Ärzte haben mit Springer Medizin und "Ärzte Zeitung" jetzt die Wahl – für alle relevanten Gebührenordnungen.

Von Hauke Gerlof

Alle Gebührenordnungen auf einen Klick

© Springer Medizin

NEU-ISENBURG/MÜNCHEN. Wenn es mit dem Handwerkszeug für die Abrechnung nur so einfach wäre wie mit dem Stethoskop oder der Ultraschallsonde! So mancher medizintechnisch beschlagene Vertrags- und auch Privatarzt dürfte bei der Abrechnung komplexer Leistungen bereits solche oder ähnliche Stoßseufzer von sich gegeben haben.

Allein drei Gebührenwerke sollte ein Hausarzt, der auch gelegentlich Patienten nach Berufs- oder Schulunfällen zu Gesicht bekommt, im Kopf haben: den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für Kassenpatienten, die Gebührenordnung für Ärzte (Privatversicherte) und eben die UV-GOÄ. Hinzu kommen Spezialfälle wie alternativmedizinisch behandelte Patienten oder Selbstzahler.

Sicher, die Praxis-EDV sollte das Regelwerk sämtlicher Gebührenordnungen vorhalten. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen geben Hilfestellung bei der Quartalsabrechnung. Doch in Zweifelsfällen fehlt es oft an aktuellen Kommentierungen und auch an Tipps, wie die Abrechnung einer Leistung vielleicht noch optimiert werden könnte – oder vor welchen Fallen man sich hüten sollte.

Eine Datenbank für alles

Die Fachverlagsgruppe Springer Medizin, zu der auch die "Ärzte Zeitung" gehört, hat jetzt auf der Plattform springermedizin.de, dem Wissens- und Fortbildungsportal für Ärzte, eine Lösung für diese Problematik im Angebot: "Hermanns‘ kommentierte Datenbank zur Abrechnung". Die Datenbank ermöglicht die Recherche in allen Gebührenordnungen, die für Ärzte und Psychotherapeuten relevant sind. Sie ergänzt damit die aktuelle Berichterstattung in der "Ärzte Zeitung" über Änderungen im EBM sowie aktuelle Urteile über gebührenrechtliche Fragestellungen in idealer Weise.

Die Datenbank ist von Allgemeinmediziner Dr. Peter M. Hermanns als Herausgeber entwickelt worden und wird von ihm zusammen mit einem Team von Abrechnungsexperten für alle Gebührenordnungen ständig auf aktuellem Stand gehalten.

Die wichtigsten Vorteile für Nutzer der Datenbank:

- Die Kommentierung wird ständig an die aktuelle Entwicklung angepasst.

- Praktische Verlinkungen innerhalb der Positionen und Ziffern erlauben einen Blick auf die Zusammenhänge.

- Tipps zur Nutzung der Spielräume in den Gebührenordnungen helfen bei der Abrechnungsoptimierung.

- Über die Leistungen haben Nutzer auch Zugriff auf Urteile zur Abrechnung und zur ärztlichen Behandlung in Praxis und Klinik.

Durch das Angebot aller Gebührenordnungen im Internet – sozusagen in der Cloud – ist häufig eine schnellere Aktualisierung der Inhalte möglich, als Praxis-EDV-Hersteller es vermögen, zum Beispiel, wenn Ärzte ihre Quartalsupdates noch per Datenträger beziehen und eine Entscheidung zu einer EBM-Änderung kurz vor dem Quartalswechsel fällt oder sogar rückwirkend – wie unlängst bei den EBM-Nummern zur Cannabis-Verordnung.

Unterschiedliche Pakete

Das Angebot ist im Internet auf springermedizin.de verfügbar. Ärzte, die das Abo-Angebot "e.Med Interdisziplinär" des Fachverlags nutzen, unter anderem mit Zugriff auf alle CME-Fortbildungen und die Literaturdatenbanken, haben ohne Zusatzkosten die Möglichkeit, alle Gebührenordnungen zu nutzen.

Alle anderen können ein Paket ihrer Wahl buchen, je nachdem, mit welcher Gebührenordnung sie regelmäßig arbeiten, kann dieses Paket unterschiedlich umfangreich ausfallen: von 79 Euro pro Jahr allein für die Gebührenordnung für Psychotherapeuten bis 219 Euro pro Jahr für alle Teile: GOÄ, EBM, UV-GOÄ, GOP sowie die Spezialthemen IGeL und Alternative Medizin.

Das Paket für Haus- und Durchgangsärzte mit EBM, GOÄ und UV-GOÄ inklusive beispielsweise kostet 159 Euro im Jahr, das Basispaket zur Abrechnung mit EBM, GOÄ, IGeL und Alternative Medizin 179 Euro im Jahr. Eigene Preise gibt es für Mehrplatzlizenzen, etwa für Berufsausübungsgemeinschaften oder Medizinische Versorgungszentren. Sämtliche Änderungen in den gebuchten Gebührenordnungen werden ohne Aufpreis eingepflegt.

Wer sich über das Angebot informieren will, kann auf ein kleines Video zugreifen, in dem die wichtigsten Funktionalitäten der Datenbank erläutert werden.

Und Ärzte, die es vorziehen, trotz aller Vorteile der Datenbanknutzung weiterhin auf Papier zu arbeiten, können auch auf die jährlich bei Springer Medizin erscheinenden Abrechnungswerke zu den einzelnen Gebührenordnungen zurückgreifen, die es ab dem kommenden Jahr geben wird.

Das Angebot im Internet: www.springermedizin.de (auf "GOÄ & EBM" klicken).

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