Ärzte Zeitung online, 28.04.2009

Geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie vom Tisch

BRÜSSEL (dpa). Nach rund fünf Jahre langen zähen Verhandlungen ist die geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie endgültig vom Tisch. Ein Treffen zwischen Vertretern des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten brachte erneut keinen Erfolg, teilte die tschechische Ratspräsidentschaft am Dienstag in Brüssel mit.

"Das Ergebnis der Gespräche war mit Sicherheit beeinflusst von den anstehenden Wahlen zum Europaparlament", sagte der Ratsvorsitzende und tschechische Arbeitsminister Petr Necas.

Streitpunkt zwischen dem EU-Parlament und dem EU-Ministerrat war die maximale Arbeitszeit in der Europäischen Union. Das EU-Parlament wollte an der 48-Stunden-Woche festhalten. Der Ministerrat hatte in Ausnahmefällen bis zu 65 Stunden Arbeit erlauben wollen.

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