Ärzte Zeitung online, 01.09.2009

Höchste Arbeitslosenquote in Eurozone seit Mai 1999

LUXEMBURG/BRÜSSEL (dpa). In der Eurozone sind so viele Menschen arbeitslos wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juli auf 9,5 Prozent - das ist der höchste Stand seit Mai 1999. Im Juni dieses Jahres waren es noch 9,4 Prozent, im Juli 2008 nur 7,0 Prozent.

Auch in den 27 EU-Mitgliedsstaaten hat sich die Zahl der Menschen ohne Arbeit weiter erhöht: Im Juli kletterte die Quote auf 9,0 Prozent, 0,1 Punkte mehr als im Vormonat. Im Juli 2008 waren es 7,5 Prozent.

Insgesamt schätzt Eurostat die Anzahl der Erwerbslosen in der EU auf 21,794 Millionen, davon 15,09 Millionen in der Eurozone. Mit nur 3,4 Prozent sind im EU-Vergleich in den Niederlanden die wenigsten Menschen arbeitslos. Spanien verzeichnete dagegen mit 18,5 Prozent die höchste Quote. In Deutschland waren im Juli 7,7 Prozent der Menschen ohne Arbeit. Seit Frühjahr 2008 ist die Arbeitslosenquote sowohl in den 27 EU-Mitgliedsstaaten als auch in der Eurozone kontinuierlich gestiegen.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den verschiedenen Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.

Lesen Sie dazu auch:
Arbeitslosenzahl steigt um 9000 auf 3 472 000

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »