Ärzte Zeitung online, 11.08.2010

Konjunktur-Stimmung im Euroraum legt zu, trotzdem gibt es Grund zur Sorge

MÜNCHEN (dpa). Die Konjunkturerholung im Euroraum wird sich nach Einschätzung des ifo Instituts in der zweiten Jahreshälfte verlangsamen. Das geht aus dem am Mittwoch in München veröffentlichten Wirtschaftsklima für den Euroraum hervor. Im dritten Quartal stieg der Index zwar zum sechsten Mal in Folge von 102,3 Punkte auf 106,5 Punkte. Damit blieb das Konjunkturbarometer aber noch immer unter seinem langfristigen Durchschnitt.

Sorge bereitet den Konjunkturforschern vor allem die Entwicklung in finanziell angeschlagenen EU-Staaten. In der Mehrzahl der Länder des Euroraums werde die aktuelle Lage noch immer als ungünstig beurteilt, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Nur in Deutschland, Österreich und der Slowakei fielen die Einschätzungen positiv aus. Besonders schlecht bewerteten die Experten dagegen die Situation in Griechenland, Irland, Spanien und Portugal.

Für Spanien und Griechenland fürchten sie sogar eine weitere Verschlechterung in der zweiten Jahreshälfte. "In allen anderen Ländern des Euroraums fallen die Erwartungen für die kommenden sechs Monate dagegen positiv aus, sind allerdings nicht mehr ganz so optimistisch wie in der ersten Jahreshälfte", hieß es.

Das Wirtschaftsklima für den Euroraum beruht auf der Befragung volkswirtschaftlicher Experten aus multinationalen Unternehmen und international agierenden Institutionen. Dieses Mal beteiligten sich 265 Experten an der Erhebung, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris erarbeitet wird.

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