Ärzte Zeitung, 23.06.2011

Arbeitnehmer spüren Boom im Geldbeutel

WIESBADEN (dpa). Die Arbeitnehmer in Deutschland spüren den anhaltenden Aufschwung immer mehr in ihrem Geldbeutel. Im Auftaktquartal 2011 stiegen die Reallöhne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig um durchschnittlich 2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Das ist der zweithöchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe Anfang 2008. Zuletzt hatten die Reallöhne im zweiten Quartal 2010 mit plus 2,3 Prozent im Jahresvergleich noch kräftiger angezogen. Reallöhne sind die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste von in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmern.

Nominal füllte sich die Lohntüte mit plus 4,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010 so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Allerdings kletterten im selben Zeitraum auch die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent.

Der kräftige Anstieg der Bruttomonatsverdienste zum Jahresbeginn zog sich nach den Angaben durch fast alle Wirtschaftszweige. Ein Grund sei etwa der Rückgang der Kurzarbeit in der Industrie.

Im Durchschnitt verdiente ein Arbeitnehmer in Vollbeschäftigung in Deutschland im ersten Quartal ohne Sonderzahlungen 3264 Euro brutto im Monat.

Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in der Energieversorgung (4322 Euro) sowie bei Banken und Versicherungen (4315 Euro) und im Bereich Information und Kommunikation (4299 Euro). Am wenigsten wurde im Gastgewerbe (1951 Euro) bezahlt.

Topics
Schlagworte
Praxis & Wirtschaft (61632)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »