Ärzte Zeitung online, 06.10.2011

Expopharm sieht sich weiter auf Expansionskurs

Selten zuvor hat ein Gesetz wie jetzt das AMNOG Apotheker wirtschaftlich so getroffen. Das hinterlässt auch Spuren bei der Expopharm. Gregor Ulrich, Geschäftsführer der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker, die die jährliche Leitmesse für Apotheker ausrichtet, ist dennoch optimistisch.

Ärzte Zeitung: Was zeichnet die diesjährige Expopharm aus?

Gregor Ulrich: Wir haben nochmals eine deutliche Zunahme an ausländischen Ausstellern im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass der deutsche Markt für Hersteller im Apothekensektor nach wie vor interessant ist.

Ärzte Zeitung: Heißt das, dass es im Gegenzug einen rückläufigen Trend bei den heimischen, traditionellen Ausstellern gibt?.

Ulrich: Nein. Es sind zwar einige Firmen aus internen Gründen weggeblieben. Dafür sind andere neu hinzugekommen. Was wir aber beobachten, ist ein Trend zu kleineren Ausstellungsflächen. Das ist sicherlich der wirtschaftlichen Lage geschuldet.

Ärzte Zeitung: Auch bei den Apothekern ist Sparen angesagt. Sind die Aussteller dennoch optimistisch?

Ulrich: Ja, durchaus. Das merken wir auch daran, dass in diesem Jahr besonders viele Eintrittsgutscheine zur Weitergabe an Apotheken und ihre Mitarbeiter von den Herstellern geordert wurden.

Ärzte Zeitung: Rechnen Sie dadurch mit mehr Besuchern als im Vorjahr?

Ulrich: Traditionell kommen ohnehin nach Düsseldorf mehr Besucher als nach München zur Expopharm. Dort waren es im vergangenen Jahr 25.000. In diesem Jahr rechne ich mit 27.000 Messebesuchern.

Ärzte Zeitung: Wirkt sich die politische Lage bei der Apothekerschaft auch auf die Expopharm und das Angebot der Aussteller an ihren Ständen aus?

Ulrich: Das schon. Aber die politische Diskussion überlassen wir den Standesvertretern auf dem Apothekertag. Was darüber hinaus von Ausstellern an ihren Ständen thematisch angeboten wird, weiß ich nicht.

Die Fragen stellte Ruth Ney.

Lesen Sie dazu auch:
Politischer Rückenwind für ABDA-KBV-Modell

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