Ärzte Zeitung, 06.12.2011

Lufthansa eröffnet Pharma-Kühlzentrum

FRANKFURT/MAIN (dpa). Impfstoffe, Medikamente, Blutkonserven oder gar menschliche Organe - für diese hochempfindliche Luftfracht hat die Deutsche Lufthansa jetzt am Frankfurter Flughafen ein eigenes Kühlzentrum in Betrieb genommen.

Derzeit erziele man mit dem Transport temperatursensibler Fracht jährliche Wachstumsraten von 15 Prozent, begründete das Vorstandsmitglied der Lufthansa Cargo AG, Andreas Otto, die Investition in einstelliger Millionenhöhe.

Mit dem neuen Kühlzentrum werden Otto zufolge die Warenströme von Pharmaprodukten und Lebensmitteln getrennt. Bislang nutzte die Lufthansa für beide Gruppen das 1995 eingerichtete, nicht zum eigenen Konzern zählende Kühlzentrum (Perishable Center) am Frankfurter Flughafen.

In dem neuen Gebäude mit rund 4500 Quadratmetern Fläche sollen ausschließlich Pharmaprodukte gelagert werden, berichtete ein Cargo-Sprecher. Die weltweiten Wachstumsperspektiven dieses Sektors seien wegen geänderter Lebensgewohnheiten vor allem der Menschen in Asien sehr hoch.

Vorstand Otto zitierte Zahlen, nach denen ein US-Bürger im Jahr 820 Dollar (611 Euro) für Medikamente ausgebe, während es in Indien gerade mal 4,80 Dollar seien. In China liege der Wert bei 13 Dollar.

Der weltweite Pharma-Umsatz werde in zwei Jahren knapp eine Billion Euro betragen. Rund 20 Prozent der Präparate müssten per Luftfracht transportiert werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »