Ärzte Zeitung, 02.10.2013

Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl sinkt nur leicht

NÜRNBERG. Die Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September leicht zurückgegangen. 2,849 Millionen Menschen waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ohne Job.

Das sind 97.000 weniger als im August. Zugleich sind es aber auch 61.000 mehr als im Vorjahr. Die Herbstbelebung ist damit deutlich schwächer ausgefallen als in den Jahren zuvor.

Wie die BA am Dienstag in Nürnberg weiter mitteilte, sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum August um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent. Im Jahr zuvor hatte sie noch bei 6,5 Prozent gelegen.

"Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. "Gleichzeitig werden aber strukturelle Probleme immer deutlicher", warnte er.

Verschärfter Wettbewerb auf deutschem Arbeitsmarkt

Zuwanderer aus Süd- und Osteuropa etwa verschärfen nach Beobachtungen der BA zunehmend den Wettbewerb auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

 Allein in diesem Jahr hätten rund 270 000 Männer und Frauen aus EU-Staaten eine Arbeit gesucht, sagte Alt. Hinzukomme, dass immer mehr bislang nicht berufstätige Frauen auf den Arbeitsmarkt strömten und ältere Männer im Beruf blieben.

Insbesondere für ungelernte Arbeitslose werde es daher immer schwieriger, eine neue Stelle zu finden, erklärte Alt. Eine leichte Entspannung erwartet die BA im kommenden Jahr.

Mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den südeuropäischen Ländern könnte die Zahl der Zuwanderer in Deutschland deutlich sinken. (dpa)

Topics
Schlagworte
Praxis & Wirtschaft (61920)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »