Ärzte Zeitung online, 28.11.2017
 

Kinderkeks mit viel Zucker

Alete weist Vorwürfe zurück

Alete weist Vorwürfe zurück

Mit dem Goldenen Windbeutel kürt foodwactch alljährlich die dreisteste Werbelüge des Jahres. Fünf Kandidaten standen diesmal zur Auswahl.

© foodwatch

BERLIN/BAD HOMBURG. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat den diesjährigen Goldenen Windbeutel an Alete verliehen. Anstoß findet der Zuckergehalt des Kinderkekses des Nahrungsherstellers in Höhe von 25 Prozent. Alete vermarkte das potenziell kariesfördernde Produkt entgegen den Empfehlungen von Ärzten schon für Säuglinge ab dem achten Monat "zum Knabbernlernen".

Die Organisation verweist in diesem Zusammenhang auf Lücken der EU-Verordnung über Babylebensmittel: Zwar gebe es zum Beispiel Vorgaben für die Belastung mit Pestiziden, aber selbst Kekse mit einem Zuckergehalt von bis zu 34 Prozent dürften noch als empfehlenswerte Produkte für Säuglinge beworben werden.

Auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung" sagte Alete, das Unternehmen halte den Vorwurf der dreistesten Werbelüge nicht für nachvollziehbar, er sei vielmehr "unsachgemäß und unberechtigt und führt zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher". Die Angabe "babygerecht" sei Alete allerdings nicht wichtig, weshalb sie entfernt und das Etikett überarbeitet werde. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Keine Herzgeräusche im Stehen – kein Herzfehler

Mit einer simplen Methode können Ärzte pathologische von physiologischen Herzgeräuschen bei Kindern unterscheiden. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

15 Jahre nach der hochemotionalen Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen fürchten Forscher durch das Stammzellgesetz Nachteile in Deutschland. mehr »

Art der Heilung zählt fürs Honorar

Bei der Abrechnung der postoperativen Wundversorgung haben Hausärzte im EBM mehr Möglichkeiten als häufig angenommen. mehr »