Ärzte Zeitung online, 15.08.2017

Arzthaftun

Klinik kann Anschrift von Ärzten verschweigen

KÖLN. Patienten haben keinen grundsätzlichen Anspruch darauf, von einem Krankenhaus pauschal die Namen und Anschriften aller an der Behandlung beteiligten Ärzte zu erfahren. Das hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden (Az.: 26 U 117/16).

Zwar können die Patienten die Herausgabe aller Behandlungsunterlagen verlangen. Um Auskunft über die persönlichen Angaben zu den Ärzten zu erhalten, müssen sie allerdings dem OLG-Urteil zufolge ein berechtigtes Interesse nachweisen.

Die Patienten müssen darlegen, dass die betreffenden Mediziner möglicherweise einen Behandlungs- oder Aufklärungsfehler begangen haben oder dass sie als Zeugen einer Fehlbehandlung in Betracht kommen. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »