Ärzte Zeitung online, 24.01.2014

Praxisassistenz

VERAH und NäPA werden gleichgestellt

Aus VERAH wird NäPA - und umgekehrt: Der Hausärzteverband und die BÄK wollen künftig ihre Fortbildungen für nichtärztliche Praxisassistentinnen wechselseitig anerkennen.

BERLIN. Gute Nachrichten für fortbildungswillige Medizinische Fachangestellte (MFA): Die Qualifikation der Versorgungsassistenten in der Hausarztpraxis (VERAH) ist mit dem Status der Nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) von der Bundesärztekammer (BÄK) gleichgestellt worden. Das meldet der Deutsche Hausärzteverband.

Ein entsprechendes gemeinsames Papier von BÄK und dem Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) sei jetzt vom BÄK-Vorstand verabschiedet worden.

Dabei findet eine wechselseitige Anerkennung der beiden Fortbildungen statt. Das heißt, VERAH können sich ab fünf Jahren Berufserfahrung und durch den Nachweis zusätzlicher Hausbesuche sowie Seminare zur NäPa weiterqualifizieren. Sie müssen allerdings dann noch eine schriftliche Lernerfolgskontrolle bei der jeweiligen Landesärztekammer absolvieren.

Damit die NäPA gleichzeitig zur VERAH wird, muss sie ebenfalls eine Ergänzungsprüfung - hier allerdings beim IhF - ablegen und zuvor 40 Stunden bei Netzwerkpartnern absolvieren sowie das Modul "Praxismanagement" belegen.

Es sei gemeinsames Ziel von BÄK und Deutschem Hausärzteverband, die Qualifikation von IhF und Ärztekammern wechselseitig anzuerkennen, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, in der Mitteilung.

So werde die Einheitlichkeit und die Flexibilität in der Versorgung gefördert. Diesem Ziel sei man nun einen guten Schritt näher gekommen, so Weigelt weiter.

BÄK und Deutscher Hausärzteverband würden nun von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Spitzenverbänden der Krankenkassen auf Landesebene erwarten, dass dieser Beschluss einheitlich und bundesweit verbindlich umgesetzt wird. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schmerzloses Impfen per Pflaster

Forscher arbeiten an Impfpflastern, mit denen sich Vakzinen schmerzfrei applizieren lassen, ganz ohne Nadel. Die Pflaster haben viele Vorteile und könnten für höhere Impfraten sorgen. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »