Ärzte Zeitung online, 19.09.2017

Zytostatika-Verordnungen

Herstellbetriebe fordern GMP-Standard für alle

HAMBURG. Der Bundesverband der Rezeptur Herstellbetriebe nimmt die Ermittlungen gegen einen Bottroper Apotheker wegen des Verdachts, dieser habe massenhaft Zytostatika-Zubereitungen gepanscht, zum Anlass, eine generelle Verpflichtung der Apotheken auf den Industriestandard GMP zu fordern. Würde die "Good Manufacturing Practice" auch bei der Herstellung patientenindividueller Zubereitungen in der Offizin gelten, würden Apotheken durch landesbehördliche GMP-Inspektoren überwacht. Außerdem wäre dann eine Dokumentation der Fertigung nach dem "Mehr-Augenprinzip" fällig.

Rezeptur-Herstellbetriebe, die Zyto-Rezepturen für Apotheken zubereiten, unterliegen heute schon dem GMP-Standard. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »