Ärzte Zeitung, 03.05.2013

Bundesweit

Medizinstudenten für Stipendium gesucht

Studieren geht ins Geld. Eine Finanzspritze bietet angehenden Ärzten das Stipendienprogramm Medical Excellence der Manfred Lautenschläger-Stiftung. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende Juli.

Von Kerstin Mitternacht

Medizinstudenten für Stipendium gesucht

Ein Stipendium ist Studenten eine große Hilfe, sich besser aufs Studium konzentrieren zu können.

© Michael Chamberlin / fotolia.com

FRANKFURT/MAIN. Das Medizinstudium gehört zu den anspruchsvollsten Studiengängen, wer nebenbei noch arbeitet, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hat es oft nicht einfach. Viele Studenten pendeln zwischen Hörsaal, Bibliothek, Klinik und Nebenjob.

Damit angehende Ärzte sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren können, unterstützt die Manfred Lautenschläger-Stiftung - mittlerweile schon zum fünften Mal - engagierte Medizinstudenten mit ihrem Stipendienprogramm "Medical Excellence". 15 angehende Human- und Zahnmediziner erhalten 500 Euro pro Semester für maximal drei Jahre.

Das Programm und Auswahlverfahren wird von der Finanz- und Vermögensberatung MLP organisiert. Als Kooperationspartner ist wieder die Fachverlagsgruppe Springer Medizin dabei, zu der auch die "Ärzte Zeitung" gehört.

 Zusätzlich zu den 15 Stipendien vergibt "Medical Excellence" vier halbjährige Sonderstipendien à 500 Euro pro Monat. Diese können zum Beispiel für ein Forschungssemester genutzt werden.

Die Sonderstipendien werden in den Kategorien "Gefäßmedizin", "Hausarzt" und "Neurowissenschaften" sowie neu hinzugekommen "Innovationen in der Zahnmedizin" vergeben.

Auch soziales Engagement zählt

Neben herausragenden Studienleistungen berücksichtigt das Stipendienprogramm auch medizinisch-wissenschaftliche Leistungen und gesellschaftliches Engagement.

Dafür stehen die drei Kategorien: "Studies Excellence" für gute Studienerfolge, "Social Excellence" für gesellschaftliches Engagement und "Science Excellence" für medizinisch-wissenschaftliche Leistungen. Springer Medizin vergibt zusätzlich 15 Buchpreise im Wert von je 100 Euro.

Neben der finanziellen Unterstützung sind regelmäßige Netzwerkveranstaltungen ein weiterer Teil des Programms. "Wir bieten den Studierenden ein exklusives Netzwerk, das sie auch fachlich weiterbringt", sagt Marc-Philipp Unger, Leiter Zielgruppenmanagement bei MLP.

Einmal pro Monat können alle 120 Finalisten an bundesweiten Vorträgen und Workshops teilnehmen und sich dabei Schlüsselkompetenzen für einen guten Berufsstart im Gesundheitswesen aneignen.

So haben die angehenden Ärzte die Möglichkeit, zum Beispiel an Gastroskopie- oder Sonografiekursen teilzunehmen oder in Workshops ihre Softskills zu verbessern sowie Vorträge zum Thema Betriebswirtschaftslehre fürs Krankenhaus zu hören.

Außerdem lädt MLP alle Netzwerkmitglieder zu regelmäßigen Treffen ein, sodass sich die Teilnehmer untereinander austauschen können. Begleitet wird das Programm durch ein Kuratorium, das sich aus namhaften Personen aus dem Gesundheitswesen zusammensetzt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »