Ärzte Zeitung, 10.05.2013

Unimedizin

Fakultät in Halle besteht vorerst weiter

HALLE/NEU-ISENBURG. Die Schließungspläne für die Universitätsmedizin Halle/Saale sind vorerst vom Tisch. Das haben die Fraktionen der großen Koalition in Sachsen-Anhalt beschlossen.

Über die Schließungspläne hatte es in der Landes-SPD Streit gegeben. Die Vorsitzende von Fraktion und Landesverband, Katrin Budde, sprach sich vehement für den Erhalt aus.

Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident Jens Bullerjahn (SPD) bleibt auch nach einer Sitzung der SPD-Fraktion bei seiner Haltung, einen der beiden Standorte streichen zu wollen.

In Sachsen-Anhalt werden Medizinstudenten in Magdeburg und Halle ausgebildet. Die CDU fordert, dass die Hochschulen im Land ihren Konsolidierungsbeitrag von 50 Millionen Euro in zehn Jahren leisten müssen.

Für den Erhalt der Fakultät wurden in den vergangenen Wochen rund 10.000 Unterschriften gesammelt, weitere 40.000 Menschen haben ihre Unterschützung angekündigt.

Etwa 7000 Bürger, Mitarbeiter und Studenten demonstrierten Ende April für den Erhalt der Uniklinik auf dem Marktplatz in Halle. (bee)

Lesen Sie dazu auch den Leitartikel:
Auf dem Schachbrett der Finanzpolitik

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Suizidgefahr – Warnhinweis für die Pille

Die Pille und andere hormonelle Verhütungsmethoden sind in Deutschland weit verbreitet. Auf mögliche Folgen für die Psyche sollen Anwenderinnen künftig verstärkt hingewiesen werden. mehr »

Impfmuffel gefährden globale Gesundheit

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der WHO zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. mehr »