Ärzte Zeitung, 03.06.2013
 

Allgemeinmedizin

Mehr Ärzte mit geförderter Weiterbildung

Inzwischen werden mehr als 5500 Ärzte, die sich zum Arzt für Allgemeinmedizin weiterbilden lassen, gefördert.

BERLIN. Die Zahl der im Förderprogramm zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin unterstützten Ärzte ist weiter gestiegen.

In der ambulanten ärztlichen Versorgung haben im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent mehr Ärzte eine Förderung erhalten, das sind 3483 Mediziner. In der stationären Versorgung ist die Zahl der geförderten Mediziner um fünf Prozent auf 2205 gewachsen.

Dies ist das Ergebnis des zweiten Evaluationsberichts zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, der jetzt publiziert worden ist.

Die Partner des Förderprogramms sind der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer und die private Krankenversicherung.

Grundlage ist die zum 1. Januar 2010 in Kraft getretene neu strukturierte Vereinbarung zur Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung.

Das Ziel war, die Rahmenbedingungen in der ambulanten Versorgung und in den Krankenhäusern zu verbessern. Dazu haben sich die Partner auf eine jährliche Evaluation verständigt, um die Wirkung des Förderprogramms zu ermitteln.

Mit dem aktuellen Bericht für das Jahr 2011 liegt nun die erste vollständige Evaluation vor, in die die Tätigkeiten der sogenannten Koordinierungsstellen auf Landesebene einbezogen werden konnten. Die Stellen sollen die Koordination und Organisation der Weiterbildung, die in verschiedenen Teilen der medizinischen Versorgung absolviert werden muss, fördern.

Sie dienen auch als Informationsplattform und Vermittlungsstelle zwischen Krankenhäusern und ambulanten Praxen. (HL)

[03.06.2013, 07:23:45]
Dr. Christian Schulze 
Nicht ausreichend
5500 als Anzahl von AIWs in Förderung klingt schon einmal ganz gut. Aber wenn man bedenkt, dass vorallem Frauen nicht selten mehr als 5 Jahre, sprich 7-9 brauchen, bis sie zur Prüfung gelangen, dann wird klar, dass auch in den nächsten Jahren nur deutlich weniger als 1000 AIWs ihren Abschluss machen werden. Sollten dennoch 48000 Allgemeinmediziner bis 2020 wegfallen, scheint eine Mangel- und Unterversorgung im hausärztlichen Bereich unabwendbar. Warum sind keine massiven und spürbaren Bemühungen im Gange, um dieses Szenario abzuwenden?
Die Verantwortlichen planen wohl ohne Hausärzte für die Zukunft. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »

Sechs Kassen auf der Kippe – Barmer-Chef fordert Reformen

Dramatischer Zwischenruf: Das wirtschaftliche Gefüge der GKV sei instabil, sagt Barmer Chef Straub. Rund ein halbes Dutzend großer Kassen würden nur noch von der guten Konjunktur getragen. mehr »