Ärzte Zeitung online, 19.11.2013
 

Forderung an Koalition

 Finanzierung der medizinischen Ausbildung verbessern!

Schon seit fast vier Wochen laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Jetzt fordern Ärztevertreter ein eindeutiges Bekenntnis zur besseren Finanzierung der medizinischen Ausbildung in Deutschland.

NEU-ISENBURG. Im Koalitionsvertrag müssen sich die Parteien auf klare Rahmenbedingungen für eine moderne und zukunftsorientierte Lehre in der Universitätsmedizin einigen. Dazu gehören die Förderung von Modellvorhaben und eine Einbindung der ambulanten Versorgung in den universitären Ausbildungsbetrieb.

Das fordern Deutsche Hochschulmedizin e.V. und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Montag.

Sie drängen damit auf ein klares Bekenntnis der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik zur besseren Finanzierung der Medizinischen Ausbildung in Deutschland.

"Wer will, dass junge Ärzte fit für die sich permanent verändernden Anforderungen gemacht werden, der muss auch gewährleisten, dass sich das Studium den Veränderungen des Wissensstandes und des Versorgungsgeschehens anpasst", sagt Regina Feldmann, Vize-Vorstand der KBV.

Ausbildung soll moderner werden

Denn für die Hochschulmedizin werde es immer schwieriger, Studierende der Medizin optimal auf den Arztberuf vorzubereiten.

"Der Stellenwert der Lehre wird durch die immer schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen der Hochschulmedizin geschwächt", sagt Professor Michael Albrecht, Erster Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands e.V.

Damit Patienten stets nach dem neusten Stand der Wissenschaft versorgt werden können, müsse auch die Ausbildung der Mediziner darauf ausgerichtet werden.

"Die Chancen neuer Techniken der Wissensvermittlung und veränderter Studienorganisation können wegen der fehlenden Mittel an den Universitäten gar nicht erst ausgeschöpft werden", so Professor Heyo Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. (eb)

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