Ärzte Zeitung online, 13.01.2014

Berlin

Familienhebammen begleiten belastete Kinder

20 Familienhebammen, die eine zehnmonatige Zusatzausbildung erhalten haben, sollen sozial belastete Familien in Berlin unterstützen.

BERLIN. Die ersten 20 Familienhebammen haben ihre Ausbildung in Berlin abgeschlossen. Das teilten die Berliner Senatsverwaltungen für Gesundheit und Soziales und für Bildung, Jugend und Wissenschaft mit.

"Die neuen, speziell qualifizierten Familienhebammen werden einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von jungen Familien und Familien mit besonderen Belastungen leisten.

Damit wird der Kinderschutz in Berlin weiter verbessert", so die Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba (SPD). Die Arbeit der Familienhebammen ist Teil der bundesweit initiierten Netzwerke Frühe Hilfen.

Den neuen zehnmonatigen Zertifikatkurs an der staatlichen Alice-Salomon-Hochschule in Berlin sollen künftig pro Jahr 40 Familienhebammen und Kindergesundheitspflegerinnen absolvieren.

Sie werden ausgebildet, um Familien mit besonderen Belastungen oder Problemen bereits vor der Geburt eines Kindes zu begleiten und zu unterstützen.

Die Höhe der Vergütung für die Arbeit der Familienhebammen steht ebenfalls fest. Eine einheitliche Entgelt-Empfehlung gibt den Bezirken und den Familienhebammen Planungssicherheit. Darüber zeigte sich Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) erfreut.

Familienhebammen seien "für die Familien wichtige Lotsen zu den zahlreichen Angeboten der Frühen Hilfen und tragen entscheidend dazu bei, dass Kinder gesund aufwachsen können. Dazu brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die für ihre Arbeit eine adäquate Vergütung erhalten", so Demirbüken-Wegner. (ami)

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