Ärzte Zeitung, 15.09.2014

Westfalen-Lippe

Ärzte mit Weiterbildung zufrieden

KÖLN. In Westfalen-Lippe ist ein Großteil der Ärztinnen und Ärzte mit der Facharzt-Weiterbildung zufrieden, auch wenn sie in einzelnen Aspekten Schwachpunkte sehen. 79 Prozent würden ihre Weiterbildungsstätte weiterempfehlen.

Das geht aus einer aktuellen Evaluation zur Weiterbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hervor. An der Befragung hatten sich 3414 Mediziner beteiligt, das war eine Quote von 51 Prozent.

"Die große Resonanz beweist, wie wichtig unserem medizinischen Nachwuchs eine optimale Vorbereitung auf die Facharzt-Tätigkeit ist", erklärt ÄKWL-Präsident Dr. Theodor Windhorst. Er führt die hohe Beteiligung an der Umfrage auch darauf zurück, dass die Ärzte den Fragenkatalog sowohl online als auch per Brief beantworten konnten.

Die höchste Zustimmung erfahren die Weiterbildungsstätten, wenn es um die Wertschätzung durch die weiterbildenden Ärzte geht. Mit ihr sind 64 Prozent der Ärzte zufrieden. Auch das Betriebsklima (63 Prozent) und die Vermittlung interprofessioneller Zusammenarbeit (58 Prozent) schneiden gut ab.

Bei der Organisation der Weiterbildung fällt die Bewertung schlechter aus. Mit ihr sind nur 45 Prozent mehr oder weniger zufrieden. Auch bei dem Umgang mit administrativen Aufgaben (48 Prozent), der Anpassung an den individuellen Weiterbildungsbedarf sowie der Förderung von Teamentwicklung und -arbeit (je 49 Prozent) sehen die Ärzte in Weiterbildung Verbesserungsbedarf.

Sie konnten in der Evaluation erstmals aufzeigen, wie wichtig ihnen die unterschiedlichen Aspekte der Weiterbildung sind. Ganz oben stehen für die Ärzte die Vermittlung von Fachwissen und Fertigkeiten sowie das Erlernen des Umgangs mit medizinischen Notfallsituationen. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »