Ärzte Zeitung, 09.09.2016

Schmerzmedizin

Zugang für Ärzte wird erleichtert

BERLIN. Der Zugang zur Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten wird für Vertragsärzte erleichtert. Das sieht die erneuerte Schmerztherapie-Vereinbarung vor, auf die sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband jetzt geeinigt haben.

"Mit der aktualisierten Vereinbarung werden wir mehr Ärzte für die Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten gewinnen können", äußerte sich KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Gassen laut Pressemitteilung zuversichtlich.

"Die Anpassung an moderne Arbeitszeitmodelle, der Wegfall des obligatorischen Eingangskolloquiums unter bestimmten Voraussetzungen und die Einführung einer befristeten Dokumentationsprüfung sind wichtige Schritte, um den Ärztezugang zu einer qualitätsgesicherten schmerzmedizinischen Versorgung zu erleichtern und damit das Nachwuchsproblem etwas zu entschärfen", erklärte Professor Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland, der an den Verhandlungen beteiligt war.

Mit der Vereinbarung würden die Anforderungen an die aktuellen Vorgaben der Zusatzweiterbildung "Spezielle Schmerztherapie" angepasst, heißt es weiter in der Mitteilung. Auch die Praxisbedingungen würden nun flexibler gestaltet, etwas für größere Einrichtungen. Die Modalitäten zur Dokumentationsprüfung wurden verändert. Die Vereinbarung befindet sich derzeit im Unterschriftsverfahren.

Die Schmerztherapie bei Schwerstkranken ist auch Thema beim 11. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin der noch bis zum 10. September in Leipzig stattfindet. (ger/eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »