Ärzte Zeitung online, 05.05.2017

Berlin

Zentrum für Digitalisierung öffnet Pforten

BERLIN. Ausgedruckte Herzklappen, 3D-Brillen, mit denen man den Körper von innen anschaut und intelligente Kleidung, die vor Gefahrensituationen warnt, sind in Berlin keine Zukunftsmusik mehr: Zu sehen waren sie kürzlich bei der Eröffnung des Einstein Centers Digital Future (ECDF). 50 neue Professuren rund um den Megatrend Digitalisierung sollen durch das ECDF entstehen. 32 Professuren sind ausgeschrieben und zwei bereits besetzt.

"Hier ziehen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einem Strang, um die Brain City Berlin zu einem international führenden Hotspot der Digitalisierung zu machen", so Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Insgesamt fließen 38,5 Millionen Euro in das Mammutprojekt. Die Größenordnung der Allianz zwischen öffentlichen Körperschaften, Stiftern und Unterstützern ist für den Wissenschaftsstandort Berlin bislang einmalig. Neben den Universitäten der Hauptstadt sind unter anderem acht außeruniversitäre Forschungseinrichtungen am ECDF beteiligt. 20 Unternehmen stellen zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen das Bundesarbeits- und das Bundesforschungsministerium, die jeweils eine Professur finanzieren. Das Land Berlin steuert pro eingeworbenem Euro von Unternehmen 50 Cent Fördermittel bei.

Das ECDF will neben den Kernbereichen der Digitalisierung auch die Innovationsbereiche Digitale Gesundheit, Digitale Gesellschaft und Geisteswissenschaften sowie Digitale Industrie und Dienstleistungen abbilden. Sprecher für den Bereich Digitale Gesundheit ist Professor Erwin Böttinger vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung. Auch Bioinformatik, personalisierte Medizin, digitale Diagnostik, neue Methoden der Genomdatenanalyse und biomedizinische Bildgebung fallen in seinen Zuständigkeitsbereich. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jede achte Frau braucht nach der Geburt Antidepressiva

Etwa elf Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt an Depressionen. Unter jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Anteil fast doppelt so hoch. mehr »

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie sie für eine Impfung gewonnen werden sollen, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Dr. Axel Schroeder. mehr »