Ärzte Zeitung online, 28.09.2017

Fortbildung

Englisch steht bei Ärzten hoch im Kurs

DÜSSELDORF. Famulatur im Ausland, zunehmende Zahlen ausländischer Patienten zumindest in den Ballungsräumen: Viele junge und angehende Ärzte sehen offenbar einen Bedarf, ihre Kenntnisse in englischer Sprache zu professionalisieren. Ein Indiz für diesen Trend ist ein zunehmendes Angebot und ein starker Besuch von Fortbildungen zum Thema Englisch für Ärzte.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) beispielsweise hat zu Beginn dieses Jahres zum ersten Mal "Medical English"-Kurse angeboten und nimmt die Fortbildungen jetzt aufgrund des hohen Zuspruchs in ihr reguläres Seminarprogramm auf. Der fünfstündige Crashkurs vermittelt vor allem Basiswissen für die Kommunikation mit Patienten auf Englisch. Häufig sind es Medizinstudenten, die das Angebot wahrnähmen, berichtet John Dorsch, der die Kurse entwickelt hat und durchführt. Sie laufen daher vor allem in Städten mit Medizin-Fakultät vor Ort.

In den Seminaren gehe es nicht nur um Wortschatz und Grammatik, sondern auch um soziale Kompetenzen, etwa, wie Ärzte mit Patienten umgehen sollten. Und die Motivation der Teilnehmer liege durchaus auch nicht nur in der Vorbereitung von Auslandsaufenthalten. Ein weiterer Grund für die Teilnahme sei die Kommunikation mit ausländischen Patienten in Deutschland, die nicht in der Lage sind, ihre Beschwerden und Vorbefunde auf Deutsch zu formulieren. Letztlich gehe es den Teilnehmern um eine internationale Patientenversorgung – im Inland ebenso wie im Ausland.

"Am häufigsten möchten die Seminarteilnehmer wissen, wie man schwierige Sachverhalte so auf Englisch erklären kann, dass auch Patienten sie verstehen können", beschreibt Dorsch den größten Bedarf. Der Aufbau des Seminars richte sich danach: Es beginne jeweils mit dem Aufnahmegespräch und ende mit der Behandlungsplanung; außerdem würden die einzelnen Schritte des Arzt-Patienten-Kontakts besprochen, zum Beispiel die Anamnese und die Untersuchung.

Kurse in "Medical English" gibt es demnächst zum Beispiel am 11. Oktober in Hannover und am 21. November in Gießen. Die Teilnahme ist kostenlos.(ger)

Weitere Informationen zum Seminarprogramm der apoBank unter www.apobank.de/seminare

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »