Ärzte Zeitung, 13.10.2017

Betriebsmedizin

Umfrage: Zu wenig Engagement für Sicherheit

Viele Unternehmen in Deutschland tun zu wenig für den Schutz ihrer Mitarbeiter, legt eine neue Forsa-Umfrage nahe.

Von Marco Hübner

STUTTGART. Sechs von zehn Arbeitnehmern in Deutschland haben die Möglichkeit, zusätzliche Angebote ihres Arbeitgebers für den Gesundheitsschutz zu nutzen. 33 Prozent der Arbeitnehmer geben beispielsweise an, dass es in ihrem Betrieb eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung gibt

Das sind Ergebnisse einer bundesweiten repräsentativen Umfrage im Auftrag der Expertenorganisation Dekra. Demnach kümmern sich viele Firmen nach Angaben der Mitarbeiter aber noch immer zu wenig um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Zwar gaben rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (67 Prozent) an, dass es in ihrer Firma regelmäßig etwa Arbeitsschutz-Schulungen und -Informationen gibt. In einem Drittel der Betriebe gebe es aber Sicherheitsunterweisungen nur beim Eintritt ins Unternehmen (17 Prozent) oder gar nicht (15 Prozent). Nach Ansicht von Dekra Experten ist dies ein Zeichen für eine insgesamt mangelhafte Sicherheits- und Führungskultur.

Unternehmen, die laut Umfrage für eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung aktiv werden, setzen meist auf Kooperationen mit Sport- oder Fitnessstudios (28 Prozent).

An zweiter Stelle rangieren Kursangebote zum Stressmanagement oder Massagen (26 Prozent) gefolgt von Rückenkursen oder Walking (24 Prozent). In 39 Prozent der Firmen gibt es nach Angaben der Befragten keine derartigen Angebote.

Für die Umfrage wurden nach Aussage der Dekra von dem Meinungsforscher Forsa 1000 Beschäftigte im Alter zwischen 18 und 65 befragt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mobbingopfer greifen öfter zu Schmerzmitteln

Werden Jugendliche von Mitschülern schikaniert, leiden sie offenbar gehäuft unter Schmerzen und benutzen mehr Analgetika, so eine Untersuchung. mehr »

Spahn setzt bei Darmkrebsvorsorge auch aufs Digitale

Eine Erinnerung, die sich automatisch auf dem Smartphone öffnet und den Nutzer ans Impfen oder die Darmkrebsvorsorge erinnert? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich das gut vorstellen. mehr »

Sieben Faktoren für ein gesundes Herz schützen auch vor Demenz

Wer sich mit 50 Jahren an die Vorgaben des Scores „Life’s Simple 7“ gehalten hat, der kann die Hirnalterung bis um fünf Jahre verzögern. mehr »