Ärzte Zeitung online, 20.10.2017

DGUV

Jeder Zweite will mehr Gesundheit im Job

Viele Beschäftigte in Deutschland wollen, dass sich ihr Betrieb besser um ihre Sicherheit und Gesundheit kümmert.

BERLIN. Etwa die Hälfte der Arbeitnehmer Deutschland findet, dass es in ihrem Betrieb Verbesserungspotenzial in Sachsen Sicherheit und Gesundheit gibt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen (DGUV) am Mittwoch vorgestellt hat. Befragt zu den Themen innerbetriebliche Kommunikation, Beteiligung, Betriebsklima, Fehlerkultur, Führung sowie Sicherheit und Gesundheit, bewertete demnach nur jeder Fünfte die Situation im Unternehmen überaus positiv.

Im Rahmen der Studie wurden dem DGUV zufolge insgesamt 510 Unternehmer sowie 994 Beschäftigte mit und ohne Führungsfunktion in einer standardisierten Befragung über ein Onlinepanel eines Meinungsforschungsinstituts befragt. Anlass der Studie sei die neue DGUV-Kampagne "kommmitmensch", die aufklären und helfen soll, die Unfallzahlen in Betrieben weiter zu vermindern.

Die Kampagne lenke den Blick auf den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen und zeigte, wo Stellschrauben – wie etwa Führung, Kommunikation, und Fehlerkultur – für eine gute Präventionskultur liegen.

Dies sei nötig, da die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich wie vorher gesunken seien. "Um dem Ziel, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, immer näher zu kommen, brauchen wir einen ganzheitlichen Präventionsansatz", fordert die DGUV. "Sicherheit und Gesundheit sollten bei allen Entscheidungen mitbedacht werden", heißt es. (mh)

Mehr Infos zur Kampagne unter

www.kommmitmensch.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »