Ärzte Zeitung online, 08.11.2017
 

Jamaika-Verhandlungen

Ärztebund fordert Aus für Vorratsdatenspeicherung

KÖLN. Die Sondierungsgespräche von CDU/CSU, FDP und Grünen und die späteren Koalitionsverhandlungen sind eine gute Gelegenheit, endlich Schluss zu machen mit der Vorratsdatenspeicherung, findet Dr. Peter Nienhaus, Vorsitzender des Hambacher Bundes.

In einer Pressemitteilung appellierte Nienhaus am Dienstag insbesondere an FDP und Grüne, ihre Ablehnung der "anlasslosen Totalüberwachung der Bevölkerung" in den Gesprächen zu vertreten und im Koalitionsvertrag zementieren zu lassen.

Die Vorratsdatenspeicherung öffne dem großen Lauschangriff Tür und Tor, warnt Nienhaus. Das gefährde auch die grundgesetzlich garantierte Vertraulichkeit der Gespräche zwischen Arzt und Patient. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fettsäurehypothese bei MS erhält neue Nahrung

Ist eine ungesunde Ernährung einer der Gründe, weshalb manche Menschen an MS erkranken? Es mehren sich jedenfalls Hinweise für einen entscheidenden Einfluss auf die Darmflora. mehr »

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »