Ärzte Zeitung online, 18.05.2018

Studie

Cyber-Kriminalität und EU-Datenschutzgrundverordnung kümmern Kleinstunternehmen nicht

BERLIN. Wenn Cyberkriminelle Unternehmen attackieren, ist am häufigsten eine E-Mail der Türöffner: 59 Prozent der erfolgreichen Cyber-Angriffe auf kleine und mittlere Firmen erfolgten über Anhänge oder Links in der elektronischen Post. Das ist das Ergebnis der jüngst veröffentlichten Studie "Cyberrisiken im Mittelstand" des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Kleinstunternehmen, zu denen die meisten Arztpraxen gehören, haben laut Studie ein wenig ausgeprägtes Risikobewusstsein. So schätzen 17 Prozent dieser Unternehmen das Risiko, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden, als sehr gering ein, 50 Prozent als eher gering. Nur acht Prozent schätzen die potenzielle Bedrohung als sehr hoch ein.

Auch mit der am 25. Mai in Kraft tretenden EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) können die Kleinstunternehmen anscheinend wenig anfangen. 38 Prozent gaben an, ihnen sei die EU-DSGVO gar nicht bekannt, 22 Prozent gaben an sich nicht auf das neue Regelwerk vorzubereiten. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »

Mit Herzschwäche auf Reisen - So geht's

Meer oder Berge? Auto oder Flugzeug? Solche Fragen stellen sich für herzinsuffiziente Patienten, wenn sie ihre Urlaubsreise planen. Ärzte sind dann als kompetenter Ratgeber gefragt. mehr »