Ärzte Zeitung, 26.05.2010

Gesundheitsrat sortiert GKV neu

Finanzminister Wolfgang Schäuble muss 2011 zehn Milliarden Euro im Bundeshaushalt einsparen. Wo?

Das sagt die Bundesärztekammer:

Einsparpotenzial im Gesundheitswesen - nach Ansicht von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe ist es nicht mehr vorhanden. Also müsse über die Vorrangigkeit von Leistungen diskutiert werden, forderte Hoppe beim Ärztetag in Dresden erneut. Ein Gesundheitsrat soll als vorparlamentarisches Gremium Entscheidungen vorbereiten, an deren Ende Leistungskürzungen stehen können. Vertreten sein sollen im Rat "Philosophen, Theologen, Juristen, Patientenvertreter, Ärzte und Gesundheitsberufe". Auf Widerhall sind diese Forderungen in der Koalition bislang nicht gestoßen. Unklar ist nicht nur die Legitimation eines solchen Rats. Seine Vorschläge würden auch allenfalls langfristig zu Einsparungen führen. (fst)

Lesen Sie dazu auch:
Gesucht wird ein Heil- und Kostenplan für die GKV
Erst geben, dann wegnehmen?
Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch
Gesundheitsrat sortiert GKV neu
Soli klingt viel besser als Steuer
Bewertungen -   zähes Geschäft
Großes Stück, das Appetit macht
Viele Leistungen sind GKV-fremd
GKV-Ausgaben an BIP koppeln!

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Regierung will faire Kassen-Wahl

16:51 UhrBundesgesundheitsminister Spahn wünscht mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Mit einem neuen Gesetz will er das AOK-System umkrempeln. mehr »

Masern-Impfpflicht im Gespräch

Wird die Masern-Impfung bald Pflicht in Deutschland? Laut SPD befindet sich eine solche Vorlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsminister. Die Grünen sind skeptisch. mehr »

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »