Ärzte Zeitung online, 01.03.2018

Kommentar

Gefährliche Erreichbarkeit

Von Wolfgang  van den Bergh

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Kennen Sie das auch? Der Weg über öffentliche Plätze wird nicht selten zum Slalom-Parcours, weil (meist) Jugendliche, gebannt auf ihr Handy starrend, wichtige Botschaften versenden – Kollision nicht ausgeschlossen!

85 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren nutzen täglich soziale Medien. Das hat Forsa im Auftrag der DAK Gesundheit herausgefunden. Die Tatsache an sich ist nicht weiter dramatisch. Die Folge ist nur, dass 2,6 Prozent der Befragten offenbar Anzeichen von Abhängigkeit zeigen.

DAK und Uniklinik Eppendorf leiten daraus gesundheitliche Probleme ab, sprechen von Social–Media-Sucht und Depression. Angst und erhebliche Kommunikationsstörungen sorgten sogar für stationäre Aufenthalte, heißt es. An der Stelle wird‘s kritisch, denn über Ursache und Wirkung kann nur spekuliert werden. Führt die Sucht zur Depression oder die Depression in die virtuelle Scheinwelt?

Bevor wir darüber streiten, sei die Frage erlaubt, wie‘s um die Kommunikation mit unseren Kindern zum Thema Abhängigkeiten steht.

Dass die nicht alle zu Alkoholikern und Drogenabhängigen geworden sind, hat vielleicht auch damit etwas zu tun, dass über Gefahren und Risiken von Angesicht zu Angesicht gesprochen wurde. Klar, man hätte auch ne WhatsApp schicken können.

Lesen Sie dazu auch:
DAK-Studie: Suchtfalle Whatsapp, Instagram und Co.

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