Ärzte Zeitung online, 05.10.2018

"Meine Gesundheit"

Konkretes Zielbild

Ein Kommentar von Hauke Gerlof

hauke.gerlof

Schreiben Sie dem Autor hauke.gerlof@springer.com

Die Dynamik ist beeindruckend. Seitdem die Gesetzespläne des Gesundheitsministeriums bekannt sind, die Krankenkassen zu verpflichten, ihren Versicherten bis 2021 eine elektronische Patientenakte bereitzustellen, vergeht kaum eine Woche, in der nicht neue Allianzen oder technische Innovationen verkündet werden oder Aktenprojekte an den Start gehen.

In dieser Woche kommt das Portal "Meine Gesundheit" mit derartigen Neuigkeiten heraus: Der ursprünglich als Joint-Venture von Axa und CompuGroup Medical gestartete Dienst bekommt mit der HUK-Coburg weiteren Zuwachs.

Auch Marktführer Debeka, die Versicherungskammer Bayern und die DBV sind mit im Boot. Mehrere Millionen Privatversicherte und Beamte können darüber eine E-Akte einrichten - und nicht nur das.

Für Ärzte konkretisiert sich nach und nach das Zielbild eines digitalen Gesundheitswesens. Entscheidend wird sein, ob die Aktenanbieter es schaffen, für Ärzte und Patienten komfortable Anwendungen zu entwickeln und so die Prozesse in Praxen zu vereinfachen.

Wenn Ärzte ständig zwischen verschiedenen Oberflächen und Anwendungen hin und her klicken müssen, dann wird es noch lange dauern, bis die Akten richtig ins Rollen kommen. Viel zu tun für Programmierer.

Lesen Sie dazu auch:
"Meine Gesundheit": Digitale Plattform für Privatversicherte wächst

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »