Ärzte Zeitung, 05.05.2011

Online-Nutzer gelassen nach Sonys Daten-GAU

BERLIN (dpa). Der gigantische Datendiebstahl bei Sony schreckt deutsche Online-Nutzer kaum vom Einkauf im Internet ab.

In einer Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGovim im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sagten nur vier Prozent, dass sie als Konsequenz aus dem Vorfall gänzlich auf Einkäufe im Netz verzichten werden. 84 Prozent antworteten mit einem klaren Nein. Zugleich sagte nahezu jeder Vierte (23 Prozent), dass er sich jetzt unsicherer bei der Nutzung von Online-Diensten fühle.

Unbekannte Angreifer hatten bei Sony die Daten zu möglicherweise mehr als 100 Millionen Kunden gestohlen, darunter könnten auch Kreditkarten-Informationen sein. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) kündigte in einer weiteren Frage allerdings auch an, nach dem Datenklau die Einkäufe im Internet einzuschränken.

61 Prozent wollen dies nicht tun. In der Pflicht, für mehr Sicherheit zu sorgen, sahen mehr 94 Prozent der Befragten die Betreiber der Online-Dienste, 73 Prozent erwarten dies auch von der Regierung. Befragt wurden 1020 Personen im Alter über 16 Jahren.

Topics
Schlagworte
Praxis-EDV (4236)
Organisationen
Sony (57)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verursacht Kiffen Psychosen?

Wer kifft, trägt ein erhöhtes Psychoserisiko. Ob dies am Konsum von Cannabis liegt, ist aber alles andere als klar. Eine aktuelle Studie liefert immerhin neue Indizien. mehr »

Resistenzen behindern Kampf gegen TB

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten - ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Bluttest auf Brustkrebs keine Revolution

Ein Bluttest auf Brustkrebs komme noch dieses Jahr auf den Markt, verkündete vor kurzem die Uniklinik Heidelberg – und erntete dafür harsche Kritik. Nun rudert sie zurück. mehr »