Ärzte Zeitung, 25.10.2016

Ärztekammer Bayern

Keine reine Online-Sprechstunde

MÜNCHEN. Der informierte Patient, der sich im Internet schlau macht oder Gesundheits-Apps nutzt, ist längst keine Randerscheinung mehr in den Praxen. Das machte Dr. Wolfgang Rechl, Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), anlässlich des 75. Bayerischen Ärztetages deutlich.

Die direkte Arzt- Patientenkommunikation dürfe dabei aber nicht auf der Strecke bleiben. Denn nur in einem direkten Gespräch mit dem Patienten und sich daraus ergebenden körperlichen Untersuchungen, könne sich der Arzt ein präzises Bild über den Gesundheitszustand seines Patienten machen. Rechl: "Eine reine Online-Sprechstunde lehnen wir ab."

Diese könne allenfalls ergänzend, nach einem ersten persönlichen Kontakt, erfolgen. Das Modellprojekt in Baden-Württemberg, bei dem tatsächlich die reine telemedizinische Konsultation erprobt wird, will die Kammer nach eigenem Bekunden kritisch beobachten. (eb)

Topics
Schlagworte
E-Health (4595)
Bayern (942)
Organisationen
ÄK Bayern (168)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »