Ärzte Zeitung online, 08.06.2017
 

Digitale Gesundheit

Jeder dritte Arzt sieht Health-Start-ups als Chance

BERLIN. Ob Videosprechstunde oder Gesundheits-App: 36 Prozent der Ärzte glaube, dass Health-Start-ups mit ihren digitalen Versorgungsangeboten zur Verbesserung des Gesundheitswesens beitragen können. Knapp über ein Fünftel kennt sogar solche Health-Start-ups. Das zeigt eine Umfrage, die der Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Hartmannbund unter 477 Ärzten aus Klinik und Praxis durchgeführt hat. Dabei sprechen insbesondere jüngere Ärzte den digitalen Start-ups Potenzial für die Gesundheitsversorgung zu: 61 Prozent der 20- bis 29-jährigen Ärzte meinen, dass Start-ups das Gesundheitswesen verbessern werden. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen sind es 39 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 42 Prozent und bei den 50- bis 59-Jährigen 35 Prozent.

"Damit sich der Mut zu kreativen, neuen Ideen auch lohnt, brauchen wir einheitliche und verbindliche Marktzugangsregeln für E-Health-Anwendungen. Diese müssen die Dynamik der Gesundheitsbranche widerspiegeln", so Dr. Klaus Reinhardt, Bundesvorsitzender des Hartmannbundes. Die Kooperation von Start-ups und Medizinern helfe den Ärzten, den Patienten und dem Technologiestandort Deutschland, ist er sich sicher.(reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »