Ärzte Zeitung online, 09.06.2017

Praxismanagement

Digitaler Denkwandel

Kommentar von Rebekka Höhl

Das digitale Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Das spüren die Ärzte mittlerweile in ihrem Praxisalltag. Wenn rund die Hälfte der Mediziner in der aktuellen Umfrage von Bitkom und Hartmannbund offen eingestehen, dass sie durch informierte Patienten durchaus auch schon einmal etwas dazugelernt haben, dann wird der Druck deutlich, den Digitalisierung erzeugen kann.

Hatte man in der Vergangenheit aber das Gefühl, dass die Ärzteschaft eher hilflos die Risiken der neuen Technologien in den Vordergrund geschoben hat, um etwas abzubremsen, was sich eben nicht aufhalten lässt, so scheint es nun auch eine Art "digitalen Denkwandel" innerhalb der Ärzteschaft zu geben.

Der Deutsche Ärztetag hat es vorgemacht: Mitgestalten statt hilflos agieren war die Devise. Wenn der Hartmannbund nun die Ärzte auffordert, Taktgeber der Digitalisierung zu werden, ist das nur richtig und wichtig. Denn es geht immer noch um Gesundheitsversorgung – und da benötigen Patienten neben allen Möglichkeiten, die die Technik bietet, um die individuelle Versorgung zu verbessern, auch einen Lotsen im für sie selbst undurchschaubaren digitalen Dickicht.

Lesen Sie dazu auch:
Digital Health: Ärzte wollen Taktgeber werden

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »