Ärzte Zeitung online, 11.09.2018

E-Health

Ministerium erwartet zügig Fortschritte bei Digitalisierung

BOCHUM. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet, dass die Vernetzung im Gesundheitswesen nach langem Stillstand jetzt zügig vorankommt. "Wir wollen, dass in dieser Legislaturperiode jeder Versicherte den elektronischen Medikationsplan, den Notfalldatensatz und die elektronische Patientenakte hat", so Ministeriumsvertreter Dr. Stefan Bales auf der Veranstaltung "eHealth.NRW" des Zentrums für Telematik im Gesundheitswesen in Bochum.

Die nötigen Grundlagen sollen nicht nur im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), sondern auch in einem Digitalisierungs-Gesetz festgelegt werden. "Dort werden wir weitere Einzelheiten zur elektronischen Akte regeln", etwa um die Zugriffsrechte der Patienten.

Bislang sind laut Bales rund 30.000 Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen und zwar über einen Konnektor der Compugroup. Nach der Telekom, die gerade mit ihrem Konnektor auf den Markt gekommen ist, würden in den nächsten zwei bis drei Monaten die beiden weiteren Anbieter folgen. Bales: "Wir gehen davon aus, dass die Telematik-Infrastruktur im nächsten Jahr vollständig aufgebaut wird". (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

In welchem Alter die Lust an Bewegung schwindet

Kinder bewegen sich viel, rennen und toben gerne. Das ändert sich, wenn sie älter werden. Bislang dachte man, dass der Wandel mit der Pubertät einsetzt – doch weit gefehlt. mehr »

Alle vier Stunden ein Arzt weniger

Die Produktivität in der ambulanten Versorgung sinkt, warnt die KBV und macht darauf mit einer "Arztzeituhr" in ihrem Gebäude aufmerksam. Der Trend habe mehrere Gründe. mehr »

Wenn Männer mehr als zwei Hoden haben

Überzählige Hoden sind meist asymptomatisch. Bei einem jungen Mann mit akutem Skrotum machten australische Urologen jetzt einen überraschenden Zufallsbefund. mehr »