Ärzte Zeitung online, 05.04.2019

Delegation

Bayerns BKKen lieben VERAH

MÜNCHEN. Immer mehr Betriebskrankenkassen in Bayern haben in ihre Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) mit dem Bayerischen Hausärzteverband ein telemedizinisches Versorgungsmodul aufgenommen. Am 1. April ist mit der Bosch BKK die 35. Betriebskrankenkasse in Bayern dazugekommen, wie der Hausärzteverband mitteilt.

Bei dem telemedizinischen Versorgungsmodul können den Angaben zufolge Hausärzte Routine-Hausbesuche bei mobilitätseingeschränkten Patienten an eine zur „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“ (VERAH) fortgebildete MFA delegieren.

Diese erfasse mit mobiler Medizintechnik Vitaldaten des Patienten sowie Merkmale zur Wundanalyse und sende sie dem betreuenden Hausarzt über eine sichere Datenverbindung in die Praxis. Dieser könne die medizinischen Daten auswerten und sich bei Bedarf per Videokonferenz in den Hausbesuch einschalten.

„Durch das telemedizinische Versorgungsmodul wird die medizinische Betreuung chronisch Kranker, die nicht selbst in die Praxis kommen können, optimiert und die Verlaufskontrolle engmaschiger“, sagt Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes. (sct)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Breite Front gegen impfende Apotheker

Auch Apotheker sollen künftig Grippe-Impfungen durchführen, so plant es die Koalition. Die Ärzte sind entsetzt – und laufen dagegen Sturm. mehr »

Arztmimik entscheidet über Therapieerfolg

Ist der Arzt überzeugt von einer Behandlung oder zweifelt er selbst am Erfolg? An der Mimik des Mediziners lesen Patienten das ab – und das beeinflusst die Therapiewirkung immens, so eine Studie. mehr »

Uniklinik vertagt HeiScreen-Bericht

Mit dem Hinweis auf die Unschuldsvermutung untersagt das Verwaltungsgericht dem Heidelberger Uniklinikum, Aussagen über die Rolle des Forschungsleiters in der Causa Bluttest zu machen. mehr »