Ärzte Zeitung, 20.11.2008
 

Ärzte erhalten 1020 Euro für die neue Gesundheitskarte

Vereinbarung für Nordrhein geschlossen / Start voraussichtlich Anfang 2009

DÜSSELDORF (gvg). Die Erstattung der Kosten der Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) in Nordrhein ist geklärt. Bei der Medica wurden gestern die Details bekannt.

Danach erhalten Ärzte eine Pauschale von 430 Euro für die Anschaffung eines neuen Kartenlesegeräts und weitere 375 Euro für ein Mobilgerät für den Notdienst. Dazu gibt es 215 Euro für die Installation, also insgesamt 1020 Euro pro Praxis.

Die gematik zeigt bei der Medica den Einsatz von Mobilcomputer und mobilem Lesegerät. Die Vergütung für die Kartenleser ist geklärt.

Foto: sbra

"Im aktuellen Markt erfüllen alle Geräte diese Preise, es gibt sogar eine Spanne nach oben", betonte Dr. Leonhard Hansen von der KV Nordrhein. Mit der Einigung von KBV und GKV-Spitzenverband ist jetzt der wichtigste Stein auf dem Weg zum Rollout der neuen Lesegeräte in Nordrhein in den ersten beiden Quartalen 2009 beseitigt.

Für die Kliniken wurden dieselben Sätze vereinbart, so Jan Wiegels von der Krankenhausgesellschaft. Pro 25 Betten wird ein Lesegerät bezahlt. Apotheker sind vom Basisrollout nicht betroffen, denn es werden nur Versichertendaten offline eingelesen. "Wir denken, dass bis Ende 2009 auch alle anderen Regionen bereit für den Rollout sind", so Wiegels. Die Pauschalen können sich dann ändern.

Günther van Aalst von der Techniker Krankenkasse rechnete vor, dass die GKV für den Basisrollout in Nordrhein etwa 20 Millionen Euro in die Hand nehmen muss. Bundesweit sind das entsprechend fünf- bis sechsmal mehr. Das liegt im Rahmen der offiziellen Kostenkalkulationen.

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Der Durchbruch für die Karte?

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