Ärzte Zeitung online, 19.11.2008
 

Pauschalen für die Gesundheitskarte stehen in Nordrhein fest

DÜSSELDORF (iss/gvg). In Nordrhein sind die Vorbereitungen für den Rollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) einen entscheidenden Schritt vorwärtsgekommen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen haben sich über die Pauschalen verständigt, die niedergelassene Ärzte für die künftige Arbeit mit den Lesegeräten erhalten.

Für ein stationäres Gerät gibt es 430 Euro und 375 Euro für ein mobiles Lesegerät. Hinzu kommt eine Installationspauschale in Höhe von 215 Euro. Das gaben die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo), die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein und die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen am Mittwoch auf der Medizinfachmesse Medica bekannt.

Für die Kliniken wurden dieselben Sätze vereinbart, so Jan Wiegels von der Krankenhausgesellschaft. Pro 25 Betten wird ein Lesegerät bezahlt. Apotheker sind vom Basisrollout nicht betroffen, denn zunächst werden nur die Versichertendaten offline ausgelesen. "Wir gehen davon aus, dass bis Ende 2009 auch alle anderen Regionen so weit sind, dass der Rollout starten kann", so Wiegels.

Günther van Aalst von der Techniker Krankenkasse rechnete vor, dass die GKV für den Basisrollout in Nordrhein etwa 20 Millionen Euro in die Hand nehmen muss. Bundesweit sind das entsprechend fünf- bis sechsmal mehr.

Der Großteil der Lesegeräte soll in Nordrhein im ersten und im zweiten Quartal 2009 in die Praxen der Vertrags- und Zahnärzte, der Psychotherapeuten und in die Krankenhäuser gehen. Die neuen Geräte können sowohl die eGK als auch die herkömmlichen Versichertenkarten einlesen.

Nordrhein ist die erste Region, in der die eGK mit Offline-Funktionen getestet werden soll. Der Rollout hatte sich verzögert, weil lange Zeit kein einziges mobiles Lesegerät zertifiziert war und deshalb die Pauschalen nicht vereinbart werden konnten.

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