Ärzte Zeitung, 12.10.2009

Söder äußert sich skeptisch zur E-Card

PASSAU (ger). Auch die Koalitionsverhandlungen zur elektronischen Gesundheitskarte könnten spannend werden. In einem Interview mit der "Passauer Neue Presse" hat Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) die elektronische Gesundheitskarte in Frage gestellt. "Bisher sind für ihre Entwicklung große Summen investiert worden.

Die Ergebnisse sind jedoch mager", sagte Söder. Dabei werde mit der E-Card gerade das sensible Vertrauensverhältnis von Arzt und Patient tief berührt. Der Minister bezweifelte, ob die Karte wirklich nötig sei.

Lesen Sie dazu auch:
Start der Gesundheitskarte: Immer noch fehlt die Akzeptanz vieler Ärzte

[17.10.2009, 12:06:12]
Uwe Schneider 
Wesentliche Zukunftsinvestition
Söder hat nicht ganz unrecht. Bislang wurden in die eGK größere Summen mit derzeit noch eher mageren Ergebnissen investiert. Aber diese Technik ist eben auch komplex. Und wesentliche Zukunftsinvestitionen kosten eben Geld. Man könnte Gesundheitstelematik zwar auch ohne eGK haben, u.U. auch günstiger und mit ähnlichem medizinischen Nutzen. Doch ohne die eGK dürfte die informationelle Selbstbestimmung der betroffenen Patienten leiden - und damit auch die Akzeptanz. Die Frage ist, ob man Datenschutz nur predigt oder auch praktiziert. zum Beitrag »

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