Ärzte Zeitung online, 27.08.2010

Elektronische Gesundheitskarte: Freie Ärzte sehen in Klage positives Signal

KÖLN (iss). Die Freie Ärzteschaft hofft auf den Erfolg der Klage eines Versicherten gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK). "Die Justiz hat der Politik immer mal wieder den richtigen Weg weisen müssen. Es wäre wünschenswert, dass dies auch im Fall der elektronischen Gesundheitskarte geschieht", sagt Verbandspräsident Martin Grauduszus.

Ein Mann aus Wuppertal will mit einer Klage vor dem Sozialgericht Düsseldorf erreichen, dass er nicht zur Nutzung der eGK verpflichtet wird (wir berichteten).

"Viele Patienten wollen die Karte nicht", sagt Grauduszus. Für die Freie Ärzteschaft gehe der Kampf auch nach der gesetzlichen Regelung zum Online-Stammdatenabgleich weiter, sagt er. Anders als häufig dargestellt gehe es dabei auch um die indirekte Weitergabe medizinischer Daten wie die Teilnahme an einem Disease Management Programm. "Das Thema ist für uns noch nicht gegessen", betont er.

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