Ärzte Zeitung online, 28.04.2011

E-Card: Schlichter sollen über Notfalldaten entscheiden

BERLIN (reh). In Sachen elektronischer Gesundheitskarte wurde nun ein Schlichterverfahren eröffnet. Dabei geht es um den elektronischen Notfalldatensatz, für den die Bundesärztekammer kürzlich ein Konzept vorgelegt hat.

Im März hatte die Bundesärztekammer (BÄK) ihr Konzept für den elektronischen Notfalldatensatz der Gesellschafterversammlung der gematik weitergeleitet. Hintergrund: Nach dem Neustart der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurden auch die Verantwortlichkeiten für die medizinischen Funktionen neu verteilt.

Dabei liegt die Verantwortung für die Ausgestaltung der elektronischen Notfalldaten bei der BÄK. Das Konzept wurde auch von der Gesellschafterversammlung abgenommen, wie die BÄK jetzt mitteilte.

Nach Angaben der BÄK gab es aber drei Aspekte des Projekts - nämlich die Evaluation des Konzeptes, die Erstellung eines Kommunikationskonzeptes, die Erstellung eines juristischen Gutachtens - zu denen keine konsentierte Lösung zwischen den Gesellschaftern der gematik gefunden werden konnte. Daher sei nun ein Schlichterverfahren eröffnet worden. Mit einer Entscheidung rechnet die BÄK aber bis Ende Mai dieses Jahres.

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