Ärzte Zeitung online, 28.01.2015

Telemedizin

Gematik sieht E-Card auf gutem Weg

Die Gematik sieht die elektronische Gesundheitskarte nach einigen Turbulenzen inzwischen auf einem guten Weg.

BERLIN. Nach längerem Hin und Her sieht die Gematik die elektronische Gesundheitskarte (eGK) inzwischen auf einem guten Weg.

"Das zentrale Netz ist aufgebaut. Alle Krankenkassen wurden bereits Mitte 2014 angebunden", erklärte die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte.

In der Gematik laufen den Angaben zufolge nun die Zulassungstests für den zukünftigen Betrieb mit Echtdaten von rund 70 Millionen Karten.

Die Bundesregierung stelle mit ihrem E-Health-Gesetz zur Telematik im Gesundheitswesen sicher, dass die Möglichkeiten des Systems mit seinem hohen Datenschutzniveau im gesamten Gesundheitswesen genutzt würden.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte vor Kurzem das Gesetz in die Ressortabstimmung gegeben.

Nach den langen Querelen zwischen Krankenversicherung, Ärzteschaft und beteiligter IT-Industrie führte Gröhe nun Fristen ein, innerhalb derer die einzelnen Entwicklungsstufen umgesetzt werden müssen. Hält eine der Seiten die Fristen nicht ein, drohen Strafen.

Wie die Gematik weiter erläuterte, ist in einem ersten Test (Durchstichtest), der von den Industriepartnern zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse im Dezember durchgeführt wurde, "ein Versichertenstammdatensatz über die Telematikinfrastruktur online überprüft und erfolgreich aktualisiert worden".

Damit sei ein wichtiger Schritt getan, um die Telematikinfrastruktur im kommenden Herbst im Echtbetrieb erproben zu können. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »