Ärzte Zeitung, 08.05.2015

Telemedizin

BDI fordert Bekenntnis zur digitalisierten Gesundheit

BERLIN. Harsche Kritik übt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) an den aus seiner Sicht zu langsamen Fortschritten bei Telemedizin und elektronischer Gesundheitskarte.

"Deutschland hinkt bei der Digitalisierung der Gesundheit international hinterher. Das muss sich schnell ändern. Die Politik muss die Wachstumsbremsen endlich lösen", forderte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber vor Kurzem in Berlin.

Er forderte ein Bekenntnis der Politik zur Digitalisierung der Gesundheit als ressortübergreifende Aufgabe. Moderne Lösungen der Industrie böten greifbare Vorteile, etwa eine höhere Diagnose- und Therapiesicherheit, effektiveres Arbeiten und zufriedenere Patienten.

Digitale Instrumente wie die Telemedizin müssten hierzulande flächendeckend eingesetzt werden können.

"Die Politik freut sich, nach zehn Jahren die elektronische Gesundheitskarte einzuführen. Dabei bleibt das Projekt vorgeblich wegen des Datenschutzes weit hinter seinen technischen Möglichkeiten zurück. Derweil nutzen die Bürger begeistert Apps auf ihren Smartphones und geben persönlichste Daten preis. Diese Schizophrenie gehört schleunigst beendet", sagte Kerber. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[09.05.2015, 07:19:54]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
was versteht der BDI schon von Digitalis, das hat Nebenwirkungen
[08.05.2015, 23:59:56]
Dr. Wolfgang Bensch 
Digitale Gesundheit - an den Digiti abzählen?
Immer feste druff und ganz frech Behauptungen in die Welt setzen, wie rückständig man hierzulande im Vergleich zum Rest der Welt sei. Konkrete Aussagen? Fehlanzeige, nur plumpe Stimmungsmache. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »