Ärzte Zeitung online, 12.08.2016

KKH-Chef

Es wird Zeit für die "echte" E-Card

HANNOVER.Doppeluntersuchungen und überflüssige Klinikaufenthalte: Auch die KKH Kaufmännische Krankenkasse sieht ähnlich wie KBV-Chef Dr. Andreas Gassen Handlungsbedarf. "Patienten müssen besser durch den Gesundheitsdschungel gelotst werden", so KKH-Chef Ingo Kailuweit.

Doppeluntersuchungen und nicht aufeinander abgestimmte Therapien würden nicht nur die Beitragszahler, sondern auch die betroffenen Patienten belasten. Die Lösung des Problems sieht die KKH aber nicht in einer "von oben angeordnete Steuerung der Patienten".

Für Kassenchef Kailuweit ist es stattdessen höchste Zeit, die elektronische Gesundheitskarte mit weiteren Funktionen auszustatten: "Wenn auf der Gesundheitskarte alle wichtigen Patientendaten genauso wie nicht aufeinander abgestimmte Medikamente gespeichert sind, gehören unnötige Untersuchungen der Vergangenheit an. Wichtig dabei ist, dass ausschließlich der Patient selber über die Verwendungen der Daten entscheiden darf."

In der KKH sind nach eigenen Angaben bundesweit 1,8 Millionen Menschen versichert. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »