Ärzte Zeitung online, 05.07.2017
 

Telematik

Ärzte erhalten Pauschale automatisch

Unbürokratische Förderung: In der KV Nordrhein gibt es die Pauschalen für den Rollout der Telematikinfrastruktur auch ohne Antrag.

DÜSSELDORF. Um die Förderung der Technik für die Telematikinfrastruktur (TI) müssen sich Ärzte offenbar keine Sorgen machen – das gilt zumindest für die KV Nordrhein (KVNo): Laut KV-Chef Dr. Frank Bergmann erhalten die Ärzte die vereinbarten Förderpauschalen automatisch sechs Wochen nach Ende des Abrechnungsquartals, in dem der erste Versichertenstammdatenabgleich erfolgt ist. Sie können aber auch unmittelbar nach der Installation und dem ersten Abgleich einen Förderantrag stellen, um das Geld früher zu bekommen.

Niedergelassene Ärzte sollten, bevor sie einen Kaufvertrag für den Konnektor oder andere Komponenten für die TI unterschreiben allerdings einige praktische Fragen klären, empfahl er bei der Vertreterversammlung (VV) in Düsseldorf. Für wichtig hält er etwa die Information, ob das Angebot ein kostenloses Update für die qualifizierte elektronische Signatur enthält und ob bei einem Defekt ein zeitnaher Austausch der Geräte erfolgt. Außerdem sollte klar sein, ob die Kosten der Installation durch die Finanzierungsvereinbarung auf Bundesebene gedeckt sind. Bergmann riet den Ärzten: "Wenn Sie einen Vertrag unterschreiben, dann nur mit der Klausel, dass es um die bei Lieferung und Installation der Geräte gültigen Preise geht." Seiner Meinung nach warten die Praxisinhaber am besten ab, bis alle für den Betrieb zugelassenen Produkte verfügbar sind. Damit sei im Herbst zu rechnen.

Die KVNo will ihre Mitglieder umfassend und regelmäßig über den Rollout der Telematikinfrastruktur informieren. Mit nur einer Gegenstimme verabschiedete die VV einen Antrag des Orthopäden Wolfgang Bartels, dass zurzeit keine Empfehlung zu Anschaffung der für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur notwendigen Hardware möglich ist.(iss)

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