Ärzte Zeitung, 30.09.2011

Nordrhein-Westfalen setzt verstärkt auf Telemedizin

ESSEN (iss). Das Land Nordrhein-Westfalen will verstärkt telemedizinische Projekte fördern.

"Teletherapie, Telemonitoring, Telekonsil und Teleradiologie helfen Defizite zu vermeiden, um die Versorgungsqualität zu optimieren", sagte Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) bei der Fachtagung IT-Trends Medizin/Health Telematics 2011 in Essen. Der Anteil an der Versorgung betrage aber gerade einmal ein Prozent.

Telemedizinische Projekte allein reichen nicht aus, auch wenn sie - wie in Nordrhein-Westfalen - zahlreich sind, betonte die Ministerin. "Wir brauchen festere Strukturen, die flächendeckend, das heißt auch in ländlichen Gebieten, bessere Versorgungsangebote bieten."

Steffens kündigte an, dass das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG) auf dem Gesundheitscampus in Bochum sein Beratungs- und Dienstleistungsangebot für telemedizinische Anbieter erheblich ausbauen werde.

Potenzielle Nutzer sollen künftig beim ZTG telemedizinische und telematische Anwendungen unter praxisnahen Bedingungen testen können. "So werden wir mehr darüber erfahren, ob diese Anwendungen auch akzeptiert werden."

Topics
Schlagworte
Telemedizin (2550)
Personen
Barbara Steffens (389)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Gutachter schlagen neuen Pflege-TÜV vor

Weg mit den umstrittenen Pflegenoten, ist das Ziel eines neuen Pflege-TÜVs. Im Mittelpunkt soll nicht mehr die Dokumentation stehen, sondern die Ergebnisqualität stehen. mehr »